Willkommen zurück zu unserer Erkundung der musikalischen Intervalle. In diesem Artikel lüften wir das Geheimnis dieser wesentlichen Bausteine von Melodien und Harmonien: was ein Intervall ist, wie die acht Typen heißen und was ihre Qualität bedeutet (rein, groß, klein, übermäßig, vermindert).

Was ist ein Intervall in der Musiktheorie?
Ein Intervall bezeichnet den Abstand zwischen zwei Noten. Man unterscheidet acht Typen, je nach Anzahl der durchlaufenen Tonstufen: die Prime, die Sekunde, die Terz, die Quarte, die Quinte, die Sexte, die Septime und die Oktave. Die Prime ist zweimal dieselbe Note, die Oktave dieselbe Note acht Stufen höher oder tiefer. Wenn du zuvor den Begriff des Abstands zwischen Noten auffrischen möchtest, legt unser Artikel über Halbtöne und Ganztöne die Grundlagen.

Die Qualität der Intervalle
Ein Intervall zu benennen bedeutet mehr, als nur die Tonstufen zu zählen. Zwei Intervalle mit derselben Zahl, etwa die Terz, können unterschiedlich viele Halbtöne umfassen: das nennt man die Qualität. Die fünf Qualitäten sind:
- Rein: der Prime, der Quarte, der Quinte und der Oktave vorbehalten. Diese Intervalle gibt es nicht in einer großen oder kleinen Variante und sie klingen sehr stabil.
- Groß: die weitere Variante der Sekunde, der Terz, der Sexte und der Septime.
- Klein: einen Halbton kleiner als das entsprechende große Intervall.
- Übermäßig: einen Halbton weiter als ein reines oder großes Intervall.
- Vermindert: einen Halbton kleiner als ein reines oder kleines Intervall.
Die Tabelle unten fasst jede Qualität, ihre Größe in Halbtönen und ein konkretes Beispiel zusammen.
| Intervalltyp | Halbtöne | Name | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Prime | 0 | reine Prime | A-A |
| Sekunde | 1 | kleine Sekunde | E-F |
| 2 | große Sekunde | B-C♯ | |
| Terz | 3 | kleine Terz | F-A♭ |
| 4 | große Terz | G-B | |
| Quarte | 5 | reine Quarte | G-C |
| 6 | übermäßige Quarte | F-B | |
| Quinte | 6 | verminderte Quinte | F-C♭ |
| 7 | reine Quinte | E♭-B♭ | |
| Sexte | 8 | kleine Sexte | G-E♭ |
| 9 | große Sexte | D-B | |
| Septime | 10 | kleine Septime | C-B♭ |
| 11 | große Septime | D-C♯ |
Ein kurioser Fall fällt in der Tabelle auf: die übermäßige Quarte und die verminderte Quinte umfassen beide sechs Halbtöne und klingen identisch. Dieses Intervall heißt Tritonus, und welchen Namen man ihm gibt, hängt von den notierten Noten und dem harmonischen Kontext ab.
Wie man das Erkennen von Intervallen übt
Theorie festigt sich durch Praxis. Für das Gehörtraining bietet diese interaktive Seite nützliche Übungen. Am wirksamsten ist es jedoch, die Intervalle selbst zu schreiben und anzuhören: gib in Flat zwei Noten ein, lass sie erklingen und vergleiche eine große Terz mit einer kleinen Terz, eine reine Quinte mit einer verminderten Quinte. Wenn du sie immer wieder nebeneinander siehst und hörst, erkennst du sie mit der Zeit immer schneller.
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Häufige Fragen
Was ist ein Intervall in der Musik?
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Noten. Es gibt acht Typen, je nach Anzahl der durchlaufenen Tonstufen: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave.
Was bedeutet die Qualität eines Intervalls?
Die Qualität gibt die genaue Größe des Intervalls in Halbtönen an. Die wichtigsten Qualitäten sind rein, groß, klein, übermäßig und vermindert. Eine Terz kann zum Beispiel groß (4 Halbtöne) oder klein (3 Halbtöne) sein.
Welche Intervalle sind rein?
Die reinen Intervalle sind die Prime, die Quarte, die Quinte und die Oktave. Man nennt sie „rein“, weil es von ihnen keine große oder kleine Variante gibt; sie klingen besonders stabil und konsonant.
Was ist der Unterschied zwischen einer übermäßigen Quarte und einer verminderten Quinte?
Eine übermäßige Quarte und eine verminderte Quinte umfassen beide sechs Halbtöne und klingen identisch (der Tritonus). Sie tragen je nach notierten Noten und harmonischem Kontext unterschiedliche Namen.
Wie erkennt man ein Intervall?
Zähle die Anzahl der Halbtöne zwischen den beiden Noten und schau dann in der Qualitätstabelle nach. Sieben Halbtöne ergeben zum Beispiel eine reine Quinte, vier Halbtöne eine große Terz. Regelmäßiges Gehörtraining hilft, sie danach auch beim Hören zu erkennen.